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Wassersport am Niederrhein

Kanu fahren auf der Ruhr

Kanu fahren auf der Ruhr - hier am Stausee in Essen-Kettwig - by Yachtfernsehen.com.

Kanu fahren auf der Ruhr - hier am Stausee in Essen-Kettwig.

Wassersport am Niederrhein

Düsseldorf (SP) In kaum einem anderen Bundesland gibt es mehr Inhaber von Segel- und Sportbootführerscheinen als in Nordrhein-Westfalen (NRW). Das hat mehrere Gründe: Der Niederrhein ist in den vergangenen Jahrzehnten zu einem Paradies für Wassersportler geworden - wenn man mal die benachbarte Maas mit ihren unzähligen Seen (Maas Plassen) dazunimmt. In den Niederlanden haben viele Deutsche ihre Segel- und Motorboote liegen. Das Angebot ist schier unglaublich und auch die weitgehende Führerscheinfreiheit lockt Bootseigner und Charterer. Überhaupt scheint die Nähe zu den Niederlanden viele Niederrheiner aufs Wasser zu locken. Vielleicht sind es aber auch viele gemeinsame Wurzeln. Als Wassersportler muss man sich am Niederrhein wohl fühlen - denn auch dort, in Deutschland, gibt es inzwischen zahllose Angebote auf und auch unter dem Wasser - und das sogar an Land.

Am Niederrhein sind aus vielen ehemaligen Baggerlöchern Seenlandschaften worden. Beispiele sind der Elfrather See in Krefeld, an dem gleich mehrere Segel- und Surfvereine wie der SKBUe (Segelklub Bayer Uerdingen) ihre Stützpunkte haben, der Töppersee in Duisburg-Rheinhausen (Segeln, Wasserski) die Sechs-Seen-Platte in Duisburg und die noch recht junge Xantener Nordsee mit der Südsee. Auf der "Nordsee" in der Nähe eines alten Römerlagers, das teilweise wiederaufgebaut wurde (APX Xanten), fahren sogar echte Ausflugsdampfer. An den Ufern gibt es Segelschulen, Freibäder, zwei Wasserskibahnen und natürlich Bootsverleiher. Es gibt auch eine Südsee.

Kernstücke des Gebietes Xantener Nordsee und Südsee sind die beiden jeweils etwa 110 Hektar großen Wasserflächen der Xantener Nordsee und Xantener Südsee, die durch großflächige Auskiesungen entstanden sind und bereits früh als späteres Erholungsgebiet vorgesehen waren. Im Jahr 2007 feierte die Gesellschaft das 25-jährige Bestehen ihrer ältesten Betriebsbereiche und der letzte Gestaltungsabschnitt, die Südspitze der Xantener Südsee, wurde fertiggestellt.

Doch auch hiernach wurden und werden zahlreiche weitere Angebote neu geschaffen: Im Hafen Vynen an der Xantener Nordsee wurde 2008 ein neues Hafengebäude mit Segelschule und Gastronomie errichtet. 2010 wurde an der Xantener Südsee der neue Hafen Xanten eröffnet, der Dritte nach den Häfen Vynen und Wardt.

Im Hafen Wardt an der Xantener Nordsee liegen die Boote der Yachtschule Nautilus. Tauchen ist auch möglich, siehe unten.

In Wikipedia heißt es über das Freizeitzentrum Xanten (FZX) unter anderem:

"Das Freizeitzentrum Xanten (FZX) ist ein Naherholungsgebiet in Xanten am Niederrhein. Kern des Freizeitzentrums sind zwei Sport- und Freizeithäfen, eine Wasserski-Anlage und das so genannte Nibelungenbad an zwei bis 1994 durch Kies-Aushebung entstandenen und durch einen Kanal verbundenen Seen mit einer Wasserfläche von je rund 110 ha. Der nördliche See wird als Xantener Nordsee, der südliche als Xantener Südsee bezeichnet.

Bereits am 22. Februar 1974 wurde die gemeinnützige Freizeitzentrum Xanten GmbH in Trägerschaft der Stadt Xanten, des Kreis Wesel und des Regionalverbands Ruhr gegründet mit der Aufgabe der Bevölkerung ein Freizeitzentrum mit Einrichtungen zur Sportausübung und zur Erholung zur Verfügung zu stellen. Die Grundsteinlegung des Nibelungen-Bads in der Xantener der Ortschaft Wardt erfolgte jedoch erst fünf Jahre später 1979. Weitere drei Jahre später wurde das Nibelungebad eröffnet und der erste Abschnitt der Xantener Nordsee freigegeben. 1983 wurde auch der restliche Teil der Nordsee freigegeben und 1986 das Nibelungenbad um ein Strandbad an der Südsee erweitert. Schließlich entstand ein Naherholungszentrum mit einem weitreichenden Freizeitangebot von Schwimmen und Saunen über Segeln, Windsurfen und Wasserski bis hin zu Tauchen und Angeln. Auch Rundfahrten auf der Xantener Nordsee werden mit dem Fahrgastschiff „Seestern“ angeboten."

Infos: www.freizeitzentrumxanten.de.


Tipp: Wer sich an den Niederrhein begibt, benötigt Grundkenntnisse in der Navigation. Aber das ist schnell erlernt, aber wichtig besonders im Umgang mit Einheimischen: Es gibt nur linksrheinisch und rechtsrheinisch - gesehen in Flussrichtung. Also: Xanten ist linksrheinisch, Wesel ist rechtsrheinisch. Ganz einfach. Aber bitte nicht verwechseln.

Wer es idyllisch mag, steigt beispielsweise auf der Niers (linksrheinisch), einem etwa fünf bis zehn Meter breiten Fluss, in ein Kanu, einen Kajak oder ins Faltboot und genießt die typisch niederrheinische Landschaft. Die kann man sich hinterher sogar mit nach Hause nehmen: Künstler wie Hans Werner Thurmann (Moers) bringen die vielen Lichtstimmungen auf Leinwand oder Papier. Entlang der Niers gibt es zahlreiche Bootanleger mit Verleihstationen. Die 112 Kilometer lange Niers ist das Hauptgewässer des linken Niederrheins.

Infos: www.nierstouren.de, www.niederrhein-kanu.de, www.bakotours.de, www.kesseler-bootsverleih.de, www.gocher-nierstouren.de, www.hotzspots.de.

Auf der anderen Rheinseite, also rechtsrheinisch, fließen Lippe und IJssel in den Rhein. Auch dort sind Paddeltoren möglich, sogar Rafting wird auf der Lippe angeboten. Meist geht es aber gemächlich zu. Weil Flüsse nun einmal fließen und der Weg flussabwärts bekanntlich leichter ist als gegen gegen den Strom zu paddeln, bieten Bootsverleiher an Niers und Lippe einen Rückholservice an: Mit Bus und Hänger geht es zurück an den Ausgangspunkt flussaufwärts.

Kein Ex-Baggerloch, sondern ein echter alter See (etwa 9000 bis 12.000 Jahre) ist der etwa 20 Hektar große Hariksee bei Schwalmtal/Niederkrüchten (linksrheinisch). In der Marina liegt das Ausflugsschiff "Patschel", das auch am Restaurant Inselschlösschen vorbeifährt. Beim Bootsverleih gibt es Tretboote, Ruderboote, Kanus, Kajaks und Elektromotorboote. Auch Bootsboxen und Stegliegeplätzen für Boote und Segelboote aller Art können dort gemietet werden.

Auch auf der Ruhr kann man prima paddeln. Eine der schönsten Strecken liegt zwischen Hattingen, Bochum-Dahlhausen und Essen-Horst.

Infos:
www.ruhr-kanu.de, www.kanu-tour-ruhr.de, www.lenne-ruhr-kanu-tour.de, www.kanu-verleih-bochum.de.

Tauchen im Gasometer Duisburg

Tauchen am Niederrhein

Auch Taucher kommen am Niederrhein auf ihre Kosten. Der Rahmersee in Duisburg (Sechs-Seenplatte) gilt bei Tauchern mit mindestens Acht-Millimeter-Neopren als als toller Tauchspot. Nicht weit entfernt liegt das wohl schrägste Tauchziel Europas: Der ehemalige Gasometer einer Eisenhütte. Das Ganze ist heute so eine Art Freilichtmuseum mit hohem Freizeitwert und nennt sich Landschaftspark Nord. In den ehemaligen Erzbunkern trainieren Bergsteiger und Freeclimber. Also begegnen sich vor der Kulisse verrosteter Rohre des Hochofens regelmäßig Bergsteiger und Taucher - jeweils mit vollem Grödel. Echt schräg. Die Tauchbasis musste am Rande des Geländes untergebracht werden. Auch dort redet eben der Denkmalschutz mit. Die Taucher können Handkarren fürs Gerödel nutzen, um die paar Meter zum Gasometer zu latschen.

Der Gasometer wurde von einem Tauchverein, den zunächst alle Duisburger für total bekloppt erklärt hatten, vor vielen Jahren geflutet. Vorher wurden am Grund einige Gimmicks aufgebaut: darunter eine Tauchglocke, Autos, ein Flugzeug, ein Röhrensystem und ein echtes Schiffswrack.

Zu dem Wrack gibt es eine traurige Geschichte, die kaum noch jemand kennt: Das Motorboot war bei einer Überführungsfahrt aus den Niederlanden nach Düsseldorf auf dem Rhein bei Rheinhausen von einem Frachtschiff übergemangelt worden: Vermutlich wurde das Boot vom Sog des überholenden Frachters direkt vor den Burg gezogen. Der Skipper aus Düsseldorf kam dabei ums Leben. Nach der Motoryacht wurde tagelang gesucht. Man fand sie schließlich vor einer Buhne. Die Frau des Skippers, die zuvor in Emmerich ausgestiegen war, weil ihr der Rhein zu gefährlich erschien, stiftete das Wrack später dem Verein.

Der Gasometer ist nach eigenen Angaben das größte Indoor-Tauch- und Ausbildungszentrum Europas. Der Durchmesser beträgt 45 Meter, die Tiefe 13 Meter. Der Gasometer beinhaltet 21 Millionen Liter Süßwasser. Die Sichtweite kann bis zu 25 Meter betragen (aber nur frühmorgens). Die Temperatur schwankt abhängig von der Jahreszeit (Winter ca 7°C und im Sommer angeblich bis zu 24°C). Aufgrund dieser Bedingungen ist der Gasometer als Pool und als Freiwasser anerkannt. Ausgebildet wird vom Anfänger bis zum Tauchlehrer alles. Dort trainieren Feuerwehrtaucher, Polizeitaucher, Berufstaucher und spezielle Einsatzkräfte. Auf den Internetseiten ist immer die aktuelle Temperatur angegeben. Heißer Tipp: So früh wie möglich morgens hinein. Nachmittags sorgen die augewirbelten Rostpartikel für Sichtverschlechterung.

Infos: www.tauchrevier-gasometer.de (Vorsicht: eine wirklich grauenhafte Internetseite).

Die Xantener Nord- und Südsee (siehe oben) sind ganzjährig zum Tauchen freigegeben. Besondere Attraktionen sind in der Südseee ein Tauchwrack in etwa zwölf Metern Tiefe und der Unterwasser-Skulpturenpark. Die bis zu 15 Meter tiefe Seenlandschaft des Freizeitzentrums Xanten bietet auch eine abwechslungsreiche Tier- und Pflanzenwelt unter Wasser. In der Nähe des Hafens Vynen befindet sich eine Übungsplattform für Taucher in etwa zehn Metern Tiefe. Im Unterwasser-Skulpturenpark stellt Kunstschmied und Objektdesigner Hans-Dieter Kluck stellt seit Mai 2007 vier Stahlobjekte aus. Sie sind auf dem Grund der Xantener Südsee verankert.

Infos zum Tauchen in Xantener Nordsee und Südsee:


Die Xantener Nord- & Südsee – ausgenommen Fahrrinne an der Klappbrücke - sind zumTauchen ganzjährig freigegeben. Eine Taucher-Notboje ist während des Tauchganges mit sich zu führen.


Tauchereinstieg: Wassersport-Center Xantener Südsee, Am Meerend, 46509 Xanten-Wardt
wenn geschlossen, dann Zugang über die FinnWell-Kasse, Strohweg 2, 46509 Xanten-Wardt, dort befindet sich auch das Info-Center. Der Einstieg befindet sich im Wassersportbereich – direkt in Nähe des Strandbadeinganges. Dort lagern auch Katamarane usw. In der Xantener Südsee befindet sich ein Tauchwrack – auf dem Wasser gekennzeichnet durch eine große Bojen-Tonne – in zurzeit 9 bis 13 m Tiefe.

Tauchereinstieg: Xantener Nordsee – Hafen Vynen, Alt-Vynscher-Weg, 5, 46509 Xanten-Vynen
In der Nordsee ist der Tauchereinstieg im Bereich des Hafen Vynen, dort liegt eine Übungsplattform – auf dem Wasser gekennzeichnet mit einer großen Bojen-Tonne -
in ca. 10 m Tiefe.

Die Nutzung der Seen bedarf nur gültiger Tageszulassung durch die FZX (Ausgabestellen: FinnWell-Kasse, Info-Center, Klappbrücken-Kiosk bzw. Kasse Bootshafen Vynen) mit entsprechender Tauch-Lizenz, zum Beispiel Padi, Scuba.

Taucher lösen die Tageszulassung Tauchen an der FinnWell-Kasse beziehungsweise im Info-Center,Strohweg, 2, 46509 Xanten, da dort täglich von ab 10 Uhr geöffnet ist, ausgenommen Sept. - Mai = montags geschlossen.

Die Ausstellung der Zulassung erfolgt gegen Vorlage der Tauch-Lizenz. Taucher müssen ihre komplette Ausrüstung inklusive gefüllter Pressluft-Flasche mitbringen, da keine Tauch-Basis vor Ort ist)
Hinweis: Tauchen ist nur ab mindestens zwei Personen (Buddy-System)erlaubt.

Tarife/Preise fürs tauchen in Xanterner Nordsee und Südsee: ganztägig: 5,00 €/Person, ab 17 Uhr: 3,00 €/Person, Jahreszulassung = 80,00 € (Stand: 2012).

Die Tiefe des Sees ist vom Wasserstand abhängig und beträgt bis zu 15 Meter. Die Sicht ist von Temperatur und Tiefe des Gewässers je nach Jahreszeit sehr unterschiedlich.

Das Übernachten am See ist nicht gestattet, es befinden sich Campingplätze in den nahe gelegenen Ortschaften Labbeck und Obermörmter.


In Düsseldorf lockt der Elbsee: Der Elbsee, der bis zu 23 Meter tief ist, hat eine Fläche von etwa 37 Hektar. Er kann das ganze Jahr über bei Sichtweiten zwischen zwei und zehn Metern betaucht werden. Die Wassertemperatur beträgt j nach jahreszeit und Tiefe zwischen vier und 20 Grad Celsius. Eine Biologiegruppe der Tauchfreunde Düsseldorf e.V. betreut den See : Fauna und Flora sind sehr bekannt. Es gibt einen befestigten Ein- und Ausstieg für Taucher. In 12 Metern Tiefe befindet sich eine Übungsplattform. Neben den Tauchern der Tauchfreunde Düsseldorf nutzen noch weitere Wassersportler, die DLRG u. die Feuerwehr den See. Das abeschlossene Tauchergelände umfasst einen großen Parkplatz, Container mit warmen Duschen, Toiletten und Umkleideräumen mit abschließbaren Spinden.

Infos: www.tauchfreunde-duesseldorf.de.

Wer es lieber etwas wärmer mag und auch im Winter trainiern will, kann abtauchen in den Indoor-Tauchbecken im zehn Meter tiefen Montemare (Rheinbach bei Bonn) und, rechtsrheinisch, im neuen Tauchturm in Siegburg: er ist 20 Meter tief und hat 18 beziehungsweise zehn Meter Durchmesser.

Tauchen am Niederrhein: Mythos Blauer See

Längst kein Geheimtipp mehr: Der Blaue See in Ratingen, ein ehemaliger Steinbruch, kann auch betaucht werden. Klaus Schickerling, Betreiber des Cafés Seeblick und des Bootsverleihs, kennt nach mehreren hundert Tauchgängen den See wie kein anderer. "Den Mythos Blauer See gibt es wirklich", sagt er in Anspielung auf ein Buch, für das mal ein Taucher unten war, aber nichts gefunden hat. Zu unübersichtlich ist es auf dem Grund. Viele Bäume, von den Klippen gestürzt, haben ein schier undurchdringliches Unterwasserlabyrinth geschaffen. Schickerling kennt auch die viele Geschichten, die sich um den Blauen See ranken: "Ich gehe ihnen nach." Oder besser: Er taucht nach ihnen.

Dabei stieß er auch immer wieder auf Munition. Sie stammt, so vermutet er, unter anderem von einer Flak-Stellung, die sich einst hoch über dem alten Steinbruch befand. Sie soll zu einer Verteidigungslinie gehört haben, die sich bis zum Rhein erstreckte. Im Café Seeblick hängen alte Fotos aus jener Zeit: Darauf ist noch deutlich ein Turm zu erkennen.

So zählen zu den Fundstücken auch Flak-Granaten. Schickerling hatte mehrfach den Boden gezielt abgesucht und legt dem Kampfmittelräumdienst schon mal ein paar Säcke voller Munition vor die Füße. Die dicken sachen überlässt er den Profis: Die holten kürzlich säckeweise wieder Munition ans Tageslicht. Nach Angaben von Stefanie Paul, Sprecherin der für den Kampfmittelräumdienst zuständigen Bezirksregierung, waren es bislang: zwei Sprenggranaten, 50 Kilogramm Infanteriemunition und 50 Kilogramm Pulverstangen für Treibsätze.

Viel lieber als den Kriegsrelikten widmet sich Schickerling mit seinen Kameraden vom Tauchclub Blauer See allerdings den "alten Geschichten": Eine alte Lore aus Steinbruchzeiten haben sie einst entdeckt, geborgen und neben der Treppe zum Bootsverleih ausgestellt. Etwa 30 Meter Schienen lägen auch noch unten. Übrigens sei der Blaue See nur etwa maximal 15 Meter tief.

Der Geheimtipp unter Tauchern deutschlandweit ist allerdings der alte Stollen des ehemaligen Steinbruchs, der vom Blauen See hinüber zum Teich an der Freilichtbühne führt, dort aber verschlossen ist: 105 Meter lang und immerhin so breit, dass zwei Taucher nebeneinander hineinpassen.

Und auch das Tierleben ist vielfältig: Karpfen, Hechte, Barsche, Störe und sogar ein Wels. Der sei etwa 2,10 Meter lang, habe sich auch schon mal eine Taube geschnappt, aber sei ansonsten ganz friedlich, berichtet Schickerling. Erst kürzlich habe er 60 Kilogramm Karpfen als Neubesatz ausgesetzt.

Über den Blauen See in Ratingen

Der Blaue See ist ein ehemaliger Steinbruch. Er bildete sich Mitte der 1930er Jahre nach Ende des Abbaus im Jahre 1932. Der Ratinger Schauspieler Fritz Theuring initiierte 1949 die ersten Freilichtspiele mit dem Karl-May-Stück "Old Shatterhand". Von Anfang der 1970er Jahre bis 1994 gab es dort die Karl-May-Festspiele, unter anderem mit "Winnetou" Pierre Brice. Der Spiel- und Freizeitbereich ("Groschenpark") erlebte viele Höhen und Tiefen. Immer wieder scheiterten die Betreiber.
Infos: www.blauersee-ratingen.de.

Grüne Flotte: Hausboot auf der Ruhr

Hausboot mit Tret- und Soalarantrieb auf der Ruhr. Die "Escargot" (Schnecke) ist komplett ausgestattet.

Im Hausboot auf der Ruhr unterwegs

Bootfahren auf Ruhr und Rhein

Das Kanalnetz des Ruhrgebietes als Wassersportrevier zu erschließen, ist nie so recht in die Gänge gekommen. Trotzdem gibt es inzwischen so etwas wie Yachthäfen und auch Vercharterer / Motorbootverleiher gibt es vereinzelt. Das SportbootRevierRuhrgebiet bietet dem Freizeitskipper über 250 Kilometer Wasserabenteuer zwischen Ruhr und Rhein, auf Flüssen und Kanälen in der Metropole Ruhr. Wenn's auch mit den vor Jahren vollmundig angekündigten Marinas nicht weit her ist, immerhin kann man bei den vielen Campingplätzen entlang der Ruhr anlegen.

Eigentlich ist das schade, dass dieses tolle Revier mit seiner ganz eigenen Mischung aus Industrie und Natur nicht besser vermarktet wird. Aber wenn man das Organisationen wie der Ruhr Tourismus GmbH, eine 100-prozentige Tochter des VRR (Verkehrsverbund Rhein-Ruhr) überlässt, muss sich nicht wundern: Die bieten unter www.sportbootrevier.de (lohnt nicht) tatsächlich nur eine einzige Seite mit mageren Infos an und verweisen ansonsten auf den Sportbootführer "Schöne Aussichten! Das SportbootRevierRuhrgebiet - 250 km Abenteuer warten auf Entdecker", der für knapp 15 Euro plus Versandkosten verschickt wird.

Bessere Infos gibt Skipper Karl-Heinz Czierpka auf seinen Internetseiten "Unterwegs im Ruhrgebiet".

Und auf den Rhein sollten sich nur wirklich erfahrene Skipper trauen: Die starke Strömung, die vielen Bauwerke mit teilwesie gegenläufigen Strömungsverhältnissen und die Berufsschifffahrt sind nicht für Charterer oder Neulinge.

Idyllischer geht es da schon auf der Ruhr zu. Nur mit Pedalkraft und mit ein wenig Strom für den Elektroantrieb werden die Hausboote der Grünen Flotte vorwärts bewegt, die man im Mülheimer Hafen mieten kann. Sie nennen sich "Escargot", das ist Französisch und heißt Schnecke: Viel schneller geht es auch nicht vorwärts. Auf zwei Radsätteln sitzen die menschlichen Motoren und strampeln sich ab. Vorne kann es sich die Familie gemütlich machen. Es gibt ein Klo und eine kleine Waschgelegeheit sowie eine Pantry (Küche) an Bord. Ein richtiges kleines Hausboot eben.

Zugelassen sind die "Escargots" für sechs Personen, es gibt aber nur vier Kojen an Bord. 40 Kilometer können pro Tag können mit der "Escargot" abgestrampelt werden. Sind Wind oder Strömung zu stark, kann man den Elektroantrieb zur Hilfe nehmen - vorausgesetzt, es ist noch genügend Saft in der Batterie - die wird per Solarzelle von der Sonne aufgeladen. Oder im Hafen per Landstrom. Eine schöne Route: von Mülheim entlang der Essener Stadtteile Kettwig und Werden über den Baldeney-See bis nach Essen-Steele. Schleusenfahrten inbegriffen.

Etwas flotter ist man mit dem Hausboot Escargot Vitesse mit gedrosseltem Außenbordmotor (5PS, führerscheinfrei) unterwegs. Zugelassen für bis zu sechs Personen, Schlafmöglichkeitwn für fünf Personen.

Infos: www.gruene-flotte.de.

Einen schrägen Ausflug verspricht die Fahrt mit einem originalgetreuen Nachbau eines Wikingerschiffs: zwölf Meter lang, 2,5 Meter breit, Platz für maximal 14 Personen. Die Spaß-Tour dauert etwa vier Stunden und führt durch das Ruhrtal von Essen-Kettwig bis zum Mülheimer Wasserbahnhof. Buchbar ist das Wikingerschiff "MüWi" von Mitte April bis Mitte Oktober.

Infos: www.muelheim-ruhr.de.

Im Stadthafen Essen kann man bei der Wassersportschule Hülsmann Motorboote chartern/mieten. Weitere Vercharterer von Motorbooten sind: HABO TOURS, Yachtcharter Knuth.

Marinas / Yachthäfen im Rhein-Ruhrgebiet

Viele Infos über das Sportboot-Revier Ruhrgebiet gibt es unter www.skipperguide.de/wiki/Rhein-Herne-Kanal.


Der Hafen Oberhausen e.V. liegt bei Kilometer 5,9 am Rheinherne-Kanal (RHK) im Oberwsser der Schleuse Oberhausen. Gastlieger sind willkommen.

Direkt am CentrO Oberhausen gibt einen Anleger (Neue Mitte) für die Weiße Flotte (Kanal-km 9,2). Längere Liegezeiten verbieten sich von selbst.

Die Marina Oberhausen liegt am Rhein-Herne-Kanal liegt auf Kanal km 10,227 zwischen der Schleuse Oberhausen-Lirich und der Doppelschleuse Gelsenkirchen. Der Hafen direkt am größten Shopping- und Freizeitzentrum Europas, dem CentrO, und neben dem Sealife-Aquarium. Die Marina Oberhausen Hafen bietet 60 Liegeplätze. Eine Internetseite mit lauter defekten Links zeigt das Engagement der Hafenbetreibers, der AQUApark Oberhausen GmbH.

Infos: www.marina-oberhausen.de.

Der "Stadthafen Recklinghausen", ein Anlegemöglichkeit, liegt bei RHK-km 34,8. Mit Strand, Bar, Lounge - das sagt alles.

Bei RHK-km 37,7 gibt es wieder eien vollwertige Marina: der AMC Castrop-Rauxel mit Service, Tankstell und Kran.

Infos: www.amc-wassersport.de.




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(c) by yachtfernsehen.com / Q-Visions Media Andrea Quass