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UKW-Handfunke mit DSC und GPS für den Notfall

UKW-Handfunkgerät mit DSC-Notruf

Auf der Rückseite des UKW-Marine-Handfunkgerätes Icom IC-M91D ist die Distress-Taste für den DSC-Notruf auf Kanal 70.

Auf der Rückseite des UKW-Marine-Handfunkgerätes Icom IC-M91D ist die Distress-Taste für den DSC-Notruf auf Kanal 70.

IC-M91D im Wasser - schwimmen, blinken, piepen

UKW-Handfunke mit DSC-Notruf, MMSI, GPS und MOB

UKW-Marine-Handfunkgerät Icom IC-M91D.

UKW-Marine-Handfunkgerät Icom IC-M91D.

Düsseldorf (SP) Gesehen auf der boot 2013 in Düsseldorf: Icom IC-M91D - diese UKW/VHF-Handfunke steht ihren fest eingebauten Kollegen in nichts nach. Es ist das erste UKW-Handfunkgerät, das einen DSC-Notruf mit GPS-Position absetzen kann. Das neue UKW-Marine-Handfunkgerät Icom IC-M91D hat einen eingebauten GPS-Empfänger und ist DSC-fähig sowie in der deutschen und niederländischen Version auch ATIS-tauglich: Sofern eine MMSI-Nummer einprogrammiert wurde, sendet es auf Knopfdruck (SOS/Distress auf der Rückseite) einen DSC-Notruf auf Kanal 70.

Über den üblichen "Schnellschuss" hinaus (drei Sekunden lang die hinter der üblichen Klappe verborgenen Distress-Taste drücken) kann man vorher den Notfall weiter spezifizieren - ganz wie bei den großen Brüdern. Das Menü enthält auch Punkte wie "Piracy" und "Man over Board".

Darüber hinaus ist es wasserdicht und schwimmt. Fällt es in den Bach, fängt das Icom IC-MD91D an zu blinken und zu piepen. Gelangt Wasser in den Lautsprecher, kann man es mit der sogenannten Aqua-Quake-Funktion wieder hinausdrücken. Als erstes Modell seiner Art verfügt der IC-M91D über einen aktiven Noise-Canceller, der Hintergrundgeräusche um bis zu 90 Prozen reduzieren soll.

Vier Tasten (Softkeys) können mit Funktionen nach Wahl programmiert werden, darunter auch die Mann/Person über Bord-Funktion (MOB, POB). Das Menü ist benutzerfreundlich und kann intuitiv bedient werden. Der Bildschirm hätte allerdings etwas größer ausfallen können.

Weitere Funktionen, zum Beispiel: Zwei-Drei-Kanalwache, Scan-Suchlauf mit Priority-Kanal, 1/5 Watt Ausgangsleistung, Tastensperre, 50 Wegpunkte, 100 speicherbare Adress-ID (DSC-Codes), Lithium-Ionen-Akku mit 8 Stunden Betriebsdauer, Ladezeit mit mitgeliefertem Tisch-/Wand-Ladegerät (12 Volt mit Netzteil) 9 Stunden, Schnelladegerät als Zubehör erhältlich, 12 Volt-Kabel für Anschluss ans Bordnetz ebenfalls.

Tipp: Beim Kauf auch in Deutschland unbedingt nachfragen, ob es für ATIS freigeschaltet ist. AW Niemeyer verkauft es beispielsweise ohne ATIS-Funktion.
Die Bundesnetzagentur erteilt eine Frequenzzuteilungsurkunde für deutsche Boote nur für DSC: Handfunken seien im Binnenbereich nicht erlaubt, hieß es dort. Paradox: In den Niederlanden sind UKW/VHF-Handsprechfunkeräte erlaubt, müssen aber die ATIS-Kennung senden. Europa lässt schön grüßen.

Wichtig für Holland-Segler: Der wichtige Kanal 31 (Hafenmeister) muss vom Händler nach Vorlage einer Genehmigung der Bundesnetzagentur (sollte beim Antrag oder Änderungsantrag für die Frequenzzuteilungsurkunde gleich mitbeantragt werden) freigeschaltet werden. Mehr Infos dazu bei Busse Yachtshop.

Die UKW-Handfunke eignet sich natürlich auch für andere Wassersportarten: Seekajakfahrer beispielsweise können (und sollten) ebenfalls Handfunken mitführen und bekommen dafür ebenfalls eine Frequenzurkunde. UKW-Handfunksprechgeräte haben je nach Höhe der Antenne zwau nur eine Reichweite von wenigen Seemeilen, können dann aber auch von Rettungskräften gepeilt werden. Und die Schiff in der näheren Umgebung bekommen eine Notruf ebenfalls mit. Beim Icom IC-M91D wird dank des eingebauten GPS-Emfängers die Position auch zuverlässig angezeigt.

Navigation zu Waypoints oder MOB

Im Display des ICOM IC-M91D erscheint ein vollwertiges Navi-Bild mit Länge und Breite sowie Kurs (COG), Speed (SOG), Bearing, Range und Entferung zum Ziel (MOB).

Im Display des ICOM IC-M91D erscheint ein vollwertiges Navi-Bild mit Länge und Breite sowie Kurs (COG), Speed (SOG), Bearing, Range und Entferung zum Ziel (MOB).

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(c) by yachtfernsehen.com / Q-Visions Media Andrea Quass