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Die neuen Sportbootführerscheine

DK aktualisiert Ausbildungsliteratur

Delius Klasing: Sportbootführerschein-App „SBF-Fragen"

Delius Klasing: Sportbootführerschein-App „SBF-Fragen"

Bielefeld (SP) Am 10. Mai 2017 trat die neue Sportboot -Führerschein-verordnung in Kraft. Sie ersetzt die bisherigen Sportbootführerschein Verordnungen See und Binnen. Die neue Verordnung birgt einige Verbesserungen bei Sportbootführerschein-Prüfungen, ändert jedoch nichts bei den weiterführenden Scheinen und den Funkzeugnissen. Die Prüfungsinhalte bleiben gleich, die Änderungen sind überwiegend redaktioneller Art. Hervorzuheben ist die Aufhebung der Längenbegrenzung von Fahrzeugen im Geltungsbereich der Binnenschifffahrtsstraßen außerhalb des Rheins auf 20 Meter. Betroffen von den Änderungen sind insgesamt 22 Fragen (13 im Binnenbereich, 9 im Seebereich).

Der Wassersportverlag Delius Klasing bietet ab sofort seine umfangreiche Ausbildungs-und Führerschein-Literatur in überarbeiteter und aktualisierter Form an. Darüber hinaus wurden auch die Delius Klasing-Führerschein-App „SBF-Fragen" (www.sbf-fragen.de) sowie die e-Learning-Plattform „Bootsführerschein-Portal" (www.bootsfuehrerschein-portal.de) aktualisiert.

Anstatt der bisherigen SBF Binnen- oder SBF See-Scheine gibt es künftig nur noch einen Sportbootführerschein, in dem die jeweiligen Geltungsbereiche Binnenschifffahrtsstraßen und/oder Seeschifffahrtsstraßen vermerkt werden. Ab 2018 - so die Planung - soll nur noch ein einziger Sportbootführerschein, als Plastikkarte im Format des bekannten Kfz-Führerscheins, ausgestellt werden.

Eine Übersicht der neuesten Ausbildungsliteratur gibt’s im Delius Klasing-Online-Shop unter: https://www.delius-klasing.de/bootsfuehrerscheine

Die neue Sportbootführerscheinverordnung

Schleusenmanöver: Vor der Einfahrt in die Schleuse sollten alle Fender draußen sein, alle Leinen klar liegen. Der Flaggenstock sollte abgenommen werden. Profis machen nur mit Achterleine und Mittelleine fest.

Schleusenmanöver: Vor der Einfahrt in die Schleuse sollten alle Fender draußen sein. Der Flaggenstock sollte abgenommen werden.

Hamburg (SP) Am 10. Mai 2017 tritt die neue Sportbootführerscheinverordnung in Kraft und ersetzt die bisherigen zwei Sportbootführerscheinverordnungen „SBF-Binnen“ und „SBF-See“. Künftig gibt es nach Angaben des Deutschen Segler-Verbands (DSV) nur noch einen Sportbootführerschein, auf dem die jeweiligen Geltungsbereiche – Binnenschifffahrtsstraßen und/oder Seeschifffahrtsstraßen – dokumentiert werden.

Hier die wichtigsten Änderungen:

• Die Prüfungen zum Erwerb des Sportbootführerscheins für den Geltungsbereich Seeschifffahrtstraßen können bei allen Prüfungsausschüssen des Deutschen Segler-Verbands und auch im Ausland abgelegt werden.

• Alle Theorie- und Praxisprüfungen können zu verschiedenen Zeitpunkten und an verschiedenen Orten abgelegt werden.

• Es reicht grundsätzlich aus, wenn die Antragsunterlagen und Gebühren spätestens eine Woche vor dem Prüfungstermin beim Prüfungsausschuss eingegangen sind.

• Die Sperrfrist von vier Wochen für die Wiederholung nicht bestandener Prüfungen entfällt; die Prüfungen können jedoch nicht an demselben Tag wiederholt werden.

• Für das fahrerlaubnisfreie Führen von Sportbooten besteht keine Altersgrenze mehr.

• Sowohl die Besitzer der alten Sportbootführerscheine als auch die des neuen Führerscheins dürfen künftig auf Binnenschifffahrtsstraßen Sportboote von weniger als 20 Meter Länge führen. Einzige Ausnahme: Auf dem Rhein dürfen Sportboote von weniger als 15 Meter Länge geführt werden.

• Das ärztliche Zeugnis wurde vereinfacht, so entfällt beispielsweise die Wiederholungspflicht bei eingeschränkter Sehschärfe. Diese Änderung gilt ebenfalls für diejenigen, die bereits Inhaber eines Sportbootführerscheins sind.

• Der Arzt muss das Zeugnis künftig in einem geschlossenen Umschlag direkt an den Prüfungsausschuss senden. Der Sportbootführerscheinbewerber erhält eine Kopie.

• Die Gebühren schließen die Reisekosten der Prüfer sowie etwaige Raumkosten ein.

• An den Formaten des Sportbootführerscheins ändert sich vorläufig nichts. Die Einführung des vorgesehenen Scheckkartenformats erfolgt zu einem späteren, derzeit noch nicht festgelegten Zeitpunkt

Germar Brockmeyer, Leiter der Abteilung „Befähigungsnachweise und Ausbildung“ des Deutschen Segler-Verbandes (DSV): „Viele formale Hürden wurden endlich abgeschafft – das begrüßen wir. Auch wenn wir uns zum Teil noch weitergehende Änderungen gewünscht hätten, freuen wir uns, dass viele unserer Vorschläge in der Verordnung umgesetzt wurden.“

Der DSV ist vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur mit der Prüfung und Erteilung von Sportbootführerscheinen und Funkzeugnissen beliehen und hat den Gesetzgeber bei der Erstellung der neuen Sportbootführerscheinverordnung fachlich beraten.

Sportbootscheine: Test beim Hörakustiker

Den Hörtest für den Sportbootführerschein, Binnen oder See, kann man seit 2017 auch beim Hörgeräte-Akustiker machen. (c) biha, Fotograf: Sascha Gramann

Den Hörtest für Sportbootführerscheine, Binnen oder See, kann man seit 2017 auch beim Hörgeräte-Akustiker machen.

Mainz (SP) Ob See oder Binnen: Bootsführerscheinanwärter können ab sofort die erforderliche Hörprüfung auch beim Hörakustiker vor Ort machen. Das gleiche gilt für die angehenden Prüfer der Bootsführerscheinanwärter. Das hat der Gesetzgeber mit der Gesetzesnovellierung der Sportführerscheinverordnung (SpFV) im Mai 2017 beschlossen. Das teilte die Bundesinnung der Hörakustiker (biha) mit.

Bislang war diese Prüfung allein dem Arzt vorbehalten. Die Anregung zur Gesetzesnovellierung kam nach eigenen Angaben von biha. "Denn", so begründet Marianne Frickel, Präsidentin der biha, die Änderung, "Hörprüfungen beim Hörakustiker sind in der Regel kostenfrei und wohnortnah. Außerdem ist niemand besser ausgebildet für Hörprüfungen als der Hörakustiker."

Ausreichendes Hörvermögen für die Schifffahrt ist dann vorhanden, "wenn Sprache mit oder ohne Hörhilfe in gewöhnlicher Lautstärke aus drei Metern Entfernung mit dem jeweils dem Sprecher zugewandten Ohr und aus fünf Metern Entfernung mit beiden Ohren zugleich verstanden wird oder mindestens mit dem besseren Ohr mit oder ohne Hörhilfe Sprache in gewöhnlicher Lautstärke aus fünf Metern Entfernung verstanden wird".

Die Erfordernisse dieser Hörweitenprüfung sind in Anlage 2 der Sportführerscheinverordnung aufgeführt. Die Hörweitenprüfung oder auch Sprachabstandsprüfung ist Gegenstand der Ausbildung zum Hörakustiker. Damit sind fortan die Hörakustiker beim Wassersport "mit im Boot".




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(c) by yachtfernsehen.com / Q-Visions Media Andrea Quass